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Geschichte

100 Mitglieder nach 56 Jahren erfolgreicher Tätigkeit

1948-1955: Erste freie Autohandelsplätze in Zürich
Seinen Ursprung hat der VFAS in der Stadt Zürich, wo die Verwaltung in der Nachkriegszeit (1948) einen ersten freien Autohandelsplatz an der Gessnerallee (heute Parkhaus und Vergnügungszone) bewilligte. An diesem zentralen Ort, unweit des Zürich HB, hatten die damaligen Kaufleute erstmals die Möglichkeit, ihre Occasionsfahrzeuge auszustellen, anzubieten, zu verkaufen oder zu tauschen. Um 1954 wurde der Handelsplatz auf den heutigen Albisriederplatz bzw. Beatenplatz verlegt. An dieser Lokalität konnten Händler ihre Angebote für sFr. 5.- bis sFr. 20.- der interessierten Kundschaft anbieten. Autohändler aus der ganzen Schweiz kamen nach Zürich, da nun die Privatpersonen ihre Skepsis an solchen Handelsplätzen weitgehend abgelegt haben und der Platz entsprechend florierte.

Bilder vom Autohandelsplatz Gessnerallee:

Bilder vom Autohandelsplatz Beatenplatz:

Bilder vom Autohandelsplatz Albisriederplatz:

Quelle: ©Stadtarchiv Zürich

1956: Offizielle Gründung des VFAS
Der Verband freier Autohandel Schweiz (VFAS) wurde 1956 als Zürcher Organisation ins Leben gerufen. Grundlage der Gründung bildete eine Gesetzesänderung, die der Kanton Zürich zu Ungunsten unabhängiger Händler realisieren wollte. Diverse Unternehmungen aus der Region schlossen sich zusammen und stellten erstmals Statuten auf, um die Interessen der an diesen Marktplätzen teilnehmenden Kaufleuten zu wahren. Die Gründung, bereits damals unter dem Namen "VFAS", fand im Restaurant Schlachthof in Zürich statt - weitere Schlachten sollten folgen...

Das heute noch existierende Restaurant Schlachthof, Zürich:

1956-1992: Kampf für freie Autohandelsplätze
Im Zeitraum ab 1956 hatte die Stadt Zürich mehrmals mit der Schliessung der florierenden Autohandelsplätze gedroht, was für die unabhängigen Kaufleute ein Schlag ins Gesicht gewesen wäre. Bereits dazumal setzte sich der VFAS erfolgreich für diese Marktplätze ein und gewann im Kanton Zürich erstes Ansehen.

1993-1994: Kampf gegen Entzug von Händlerschildern
1993 wagten die Zürcher Behörden den versuch, die Vergabe von Händlerschildern (U-Nummern) auf offizielle Markenvertreter zu beschränken. Der damalige Präsident Roger Walter (Heute CEO der Classic Cars Ltd.) konnte jedoch den drohenden Tod des freien Handels mit Hilfe seines Kollegen Christian Spring (Heute Inhaber von Spring Automobile) und der rechtlichen Vertretung Hans Rudin verhindern. Dieser Kampf hatte eine so grosse Signalwirkung, dass andere Kantone darauf verzichteten, dieselbe Änderung in ihrem Hoheitsgebiet zu beantragen.

1995-2000: Geburtsstunde des Direktimports
An der GV 1995 ersetzte Marco Belfanti (CEO der Auto Höngg Belfanti AG) Roger Walter im Amt des Präsidenten, welches er bis 2010 behielt. Unter Visionär Belfanti wurde versucht, das Schweizer Rechtskonstrukt an Eurpäische Gegebenheiten anzupassen, da im Deutschland der 90er Jahre der erste freie Markt entstand. An der GV 1997 wurde Marco Belfanti noch belächelt, als er darüber berichtete, dass er in Zukunft auch in der Schweiz an einen erfolgreichen Direktimport glaube und den Verband entsprechend ausrichten möchte. Um 2000 wurden die ersten Fahrzeuge direkt importiert und man erkannte schnell, dass in diesem Bereich grosse preisliche Kundenvorteile geschaffen werden konnten. Vorreiter waren diverse Mitglieder des VFAS, der sich in Folge dieser neuen Gelegenheit auch auf nationaler Ebene etablieren konnte.

2000-2010: Diverse Aktivitäten rund um Occasionshändler & Direktimporteure
Es schlossen sich immer mehr Occasions- und Neuwagenhändler dem VFAS an, da diese einerseits vom Know-How profitieren und andererseits zur Stärkung des freien Handels beitragen wollten. Die Marktanteile der Direktimporteure befanden sich 2005-2010 ständig im Bereich von 2-4%. Gestützt wurde diese Tätigkeit durch die KFZ-Bekanntmachung der Wettbewerbskommission, die als Gegenstück zur Europäischen Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) als Kartellrechtsrichtlinie anerkannt wurde und freie Händler den Markenvertretern gleichgestellt hat.

2011: Referendum gegen das CO2-Gesetz
Der Bundesrat hat das CO2-Gesetz als indirekter Gegenvorschlag zur "Offroader-Initiative" der Grünen entworfen und in einer Anhörung der Öffentlichkeit präsentiert. Ursprünglicherweise hätte diese Gesetzgebung zum Versiegen der Direkt- und Parallelimporte geführt, da diverse Passagen wettbewerbsfeindlich ausgestaltet waren. Aus diesem Grund hat der VFAS ein Referendum lanciert und im Verlauf weniger Wochen über 50'000 Unterschriften gesammelt. Schlussendlich entschied der VFAS jedoch aufgrund diverser durchgeführten Anpassungen, auf das Einreichen der gesammelten Unterschriften zu verzichten und das Gesetz in Kraft treten zu lassen. Weitere Informationen darüber finden Sie im Register CO2-Gesetz.

ab 2011: Volkswirtschaftlicher Nutzen von 1.5 Mrd. CHF und über 10% Marktanteil
An der GV 2011 übergab Marco Belfanti sein Präsidentenamt an Roger Kunz (CEO der Auto Kunz AG) und mit Joel Thiébaud wurde erstmals ein Generalsekretär mit hervorragenden fachlichen Kompetenzen eingesetzt. 2011 war ausserdem das Jahr des starken Frankens: Der Marktanteil der Direktimporte stieg auf über 10%, bis er Anfangs 2012 seinen bisherigen Höhepunkt mit rund 12% erreichte. Die rund 33'000 Fahrzeuge jährlich werden hauptsächlich von Direktimporteuren des VFAS abgesetzt, welcher damit eine wichtige Marktregulierungsfunktion einnimmt. Ausserdem helfen die Direktimporteure mit ihrer Tätigkeit den Konsumenten, Geld zu sparen: So bleiben den Konsumenten dank der grossen Marktanteile eine Kaufkraft von über 1.5 Mrd. CHF erhalten.

Aufgrund von diversen Druckversuchen der starken Lobby der offiziellen Autoimporteure wurde bis heute mehrmals versucht, den freien Handel über die Etablierung von neuen Regulatorien zu beschneiden. Heute kann die VFAS-Geschäftsleitung auf die Unterstützung seiner grossen Mitgliederbasis bauen, welche bis anhin sämtliche Versuche in diese Richtung unterbinden konnte.