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13.11.2017

Autohersteller behindern Schweizer Markt

Wohlen, 2. August 2017 –  Der Verband freier Autohandel Schweiz (VFAS) setzt sich als einziger Branchenverband bedingungslos für einen liberalen Autohandel ohne Wettbewerbsverzerrungen ein. In Deutschland laufen derzeit Ermittlungen über ein Kartell von fünf Automarken, was weitreichende Folgen über die Landesgrenzen hinaus haben könnte. Auch in der Schweiz sind Wettbewerbsbehinderungen beim Import durch ausländische Autohersteller an der Tagesordnung.

 

Die Vorwürfe sind weitreichend. Sie richten sich gegen die grössten deutschen Autohersteller. Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen sollen sich seit langer Zeit im Geheimen abgesprochen haben. Bis in die 1990er Jahre sollen die Dokumente gemäss deutschen Medienberichten zurückreichen und von einem weitverzweigten Kartell in der Autoindustrie zeugen.

 

Die Ermittlungen über ein Kartell der fünf Automarken könnten weitreichende Folgen haben. Sollten die Autohersteller wegen des Skandals durch hohe Strafzahlungen geschwächt werden, dürfte sich dies weit über die Landesgrenzen hinaus auswirken. Auch in der Schweiz kämpfen die Importeure im freien Autohandel seit Langem gegen die Marktmacht der Autohersteller an.

 

Beispiele von durch Autohersteller verursachte Wettbewerbsverzerrungen in der Schweiz:

 

Lieferverbote ins Ausland. Hersteller verbieten ihrem Händlernetz, Autos an nicht vertraglich gebundene Händler oder Privatpersonen im Ausland – so auch in die Schweiz – zu liefern. Der Parallel- und Direktimport wird dadurch erheblich behindert. Dem Autokäufer wird zunehmend die Wahlfreiheit verwehrt, selber zu entscheiden, auf welchem Weg er sein Auto kaufen will.

 

Verweigerung von Garantieleistungen. Wird ein Auto nicht über den Hersteller-Vertriebskanal an einen Endkunden verkauft, verweigert der Hersteller die Gewährung der gesetzlich festgeschriebenen Leistungen der Herstellergarantie. Dies verunsichert die Autokäufer gleichermassen wie die Händler, die im freien Autohandel tätig sind. Der freie Wettbewerb sowie die unternehmerische Freiheit werden massiv beschnitten.

 

Zollnachforderungen aufgrund verweigerter Ursprungsdokumente. Für die Einfuhr von Autos in die Schweiz ist eine Ursprungsbestätigung vonnöten. Autohersteller weigern sich zunehmend, diese rechtmässigen Papiere auszustellen. Der Parallel- und Direktimport von Autos wird damit systematisch unterlaufen. Die Schweizer Händler sind mit hohen Zollnachforderungen konfrontiert, was letztendlich zur Folge hat, dass die Autokäufer mehr für Ihre Autos bezahlen und die Hochpreisinsel zementiert wird.