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04.01.2018

Neuwageneinlösungen 2017 – starkes Jahr mit kühlen Farben für Frau und Herrn Schweizer

Wohlen, 28. Dezember 2017 – Der Verband freier Autohandel Schweiz erwartet rund 316‘000 Neuwagenzulassungen bis Ende 2017. Damit liegt der Automarkt nur knapp hinter dem Vorjahr. Die Halterwechsel bei den Gebrauchtwagen werden bei nahezu 900‘000 Einheiten auf Vorjahresniveau erwartet. Jeder 14. Konsument bevorzugt ein direkt- oder parallelimportiertes Auto und spart dabei im Schnitt 20 Prozent. Autokäuferinnen und Autokäufer mögens grau – gefolgt von Weiss und Schwarz.

Ein wiederum starkes Neuwagenjahr neigt sich dem Ende zu. Die Neuwagenzulassungen werden allgemein als Stimmungsbarometer der Wirtschaft gedeutet und spiegeln auch das Konsumverhalten wider. Erwartet werden 2017 knapp 316‘000 neue Personenwagen, die bis zum Jahresende auf die Schweizer Strassen kommen; von Januar bis November wurden bereits 282‘000 Personenwagen zugelassen. Gemäss einer Hochrechnung des Verband freier Autohandel Schweiz (VFAS) kommen im Dezember nochmals 34‘000 Zulassungen dazu. Die Halterwechsel bei den Gebrauchtwagen werden bei nahezu 900‘000 Einheiten auf Vorjahresniveau erwartet.

Der Direkt- und Parallelimport in die Schweiz erreicht einen Marktanteil von knapp 7 Prozent. Jeder 14. Konsument kauft also seinen Neuwagen über diesen Kanal und spart dabei im Schnitt 20 Prozent gegenüber dem Markenhandel des Generalimports.

Gemäss dem Präsidenten des VFAS, Roger Kunz, könnte die Quote der Konsumenten, die ihr Fahrzeug bei einem Parallelimporteur kaufen, noch deutlich höher sein: „Wären keine Behinderungen der Autohersteller und Generalimporteure vorhanden und würden die Behörden den Direkt- und Parallelimport nicht wettbewerbsbehindernd behandeln – insbesondere im Bereich des CO2-Gesetzes –, würde schätzungsweise jeder 10. Neuwagenkäufer bei einem unseren Mitglieder kaufen.“ Mitte Dezember wurde vom VFAS eine Anzeige bei der Wettbewerbskommission (Weko) gegen Hyundai eingereicht mit dem Vorwurf massiver Importbehinderungen. Ebenfalls wegen Importbehinderungen bestätigte im November 2017 die Weko eine Busse für BMW in der Rekordhöhe von 157 Millionen Schweizer Franken.

Meistverkaufte Autofarben 2017
Manche mögens bunt – nicht so Frau und Herr Schweizer. Im Rating der beliebtesten Aussenfarben über alle Automarken hinweg ist Grau der Abräumer vor Weiss und Schwarz. Auch beim Blick auf die 10 topverkauften Marken gibt es keine Überraschungen, wie die Auswertung des VFAS zeigt.

 

VW

weiss

grau

schwarz

Mercedes

schwarz

grau

weiss

BMW

schwarz

weiss

grau

Skoda

weiss

grau

schwarz

Audi

schwarz

grau

weiss

Opel

weiss

grau

schwarz

Renault

weiss

grau

schwarz

Ford

grau

weiss

schwarz

Seat

grau

schwarz

weiss

Fiat

weiss

grau

schwarz

 

Generalimporteure bezahlen keinen Zoll – Garagisten hingegen schon
Voraussichtlich 2022 will der Bundesrat die Industriezölle abschaffen, so beschlossen an seiner Sitzung vom 20. Dezember. Bis dahin müssen Direkt-und Parallelimporteure noch Millionen Schweizer Franken an Zöllen bezahlen; nicht dagegen die Generalimporteure. Gemäss Freihandelsabkommen können bereits heute Fahrzeuge mit vom Hersteller ausgestellten Ursprungsbescheinigungen zollbefreit in die Schweiz eingeführt werden, wenn diese im EUR.1-Raum gebaut werden. Dies trifft für die Grossmehrheit der Fahrzeuge zu. Seit Längerem weigern sich aber die Autohersteller, für den Direkt- und Parallelimport ein solches Dokument auszustellen. Folglich wird diesen die Zollbefreiung abgesprochen. „Wir erwarten, dass die Behörden diese Ungleichbehandlung noch vor 2022 beheben werden“, fordert VFAS-Präsident Kunz.

Parlament beauftragt Bundesrat, Bürokratie und Kosten bei der Neuwagenzulassung zu senken
Das Parlament hat erkannt, dass es unsinnig ist, Fahrzeuge mit einer europäischen Übereinstimmungsbescheinigung (COC) beim Strassenverkehrsamt vorfahren zu lassen, um eine sogenannte Identifikationsprüfung kostenpflichtig durchzuführen. Damit wird ein Handelshemmnis beseitigt, von dem Direktimporte von privaten Autokäufern wie Händlern betroffen sind. Mit dieser Praxisänderung wird der Kosten-und Zeitaufwand bei einem Direktimport geringer und es wird weniger CO2 produziert, da Tausende von Fahrten auf die Strassenverkehrsämter entfallen. Voraussichtlich zu Anfang 2018 findet die Vernehmlassung der zuständigen Behörde Astra hierzu statt und der Verband freier Autohandel Schweiz erwartet vom Bundesrat, dass der Auftrag des Parlaments per Mitte 2018 gemäss der überwiesenen Motion umgesetzt wird.