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Personenwagen-Park wurde 2020 grüner, nun sind zur Sicherung von Wettbewerb und Umweltschutz bestehende Fehlregulierungen zu beseitigen.

Lichtblicke für 2021 – Dank VFAS-Händlern

Wohlen, 30. Dezember 2020 – Der Kfz-Markt ist eine der Stützen der Schweizer Volkswirtschaft. 2020 fragten die Konsumenten bei Parallelimporteuren besonders viele Elektrofahrzeuge nach. Allerdings wurde die Branche im Corona-Jahr von einem dramatischen Nachfragerückgang getroffen, der in die Annalen der Neuwagenimporteure eingehen wird. Der VFAS prognostiziert rund 237‘000 Personenwagen Neuzulassungen (vgl Tabelle Neuzul.) in der Schweiz, was einen Rückgang von rund 74‘000 Autos gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Während die Generalimporteure einen Verlust von 23% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, beträgt der Rückgang bei den freien Händlern schier unglaubliche 55%. Als Sofortmassnahme empfiehlt sich der Abbau von wettbewerbsbehindernden und bürokratischen Regulierungen, insbesondere die CO2-Doppelbesteuerung von jungen Gebrauchtwagen.

Der VFAS hat die aktuellen PW-Neuzulassungsdaten des Bundesamtes für Strassen ausgewertet. Die Daten zeigen, dass die Neuzulassungen von parallel- und direktimportierten Personenwagen im Jahr 2020 bis zu 55% zurückgegangen sind. Grund dafür ist erstens eine marktverzerrende Gesetzgebung. Sie führte dazu, dass Parallel- und Direktimporte seit 2017 um 71% eingebrochen sind. Zweitens hat die Corona-Krise diese Entwicklung noch beschleunigt.

Wettbewerbsverzerrende Regulierungen zum Nachteil der Konsumenten

Während die Krise um den Corona-Virus für niemanden voraussehbar war, ärgert sich VFAS Präsident Roger Kunz über unnötige und wettbewerbsverzerrende Regulierungen: «Hier ist nun ein Handeln von Politik und Behörden gefordert. Die Beseitigung wettbewerbsverzerrender Regulierungen kostet nichts und bringt dem Konsumenten und der Volkswirtschaft nur Vorteile.» Roger Kunz weiter: «Der Bund kann sofort und in eigener Kompetenz beispielsweise die CO2 Doppelbesteuerungen junger Gebrauchtwagen eliminieren und so gleich lange Spiesse für Direktimporteure und Generalimporteure schaffen. Damit würden heute bestehende Regulierungsnachteile beseitigt, was zu mehr Importwettbewerb und tieferen Konsumentenpreisen führt.»

Parallelimporteure verkaufen überproportional mehr Elektrofahrzeuge

Die Parallelimporteure leisten mit dem Verkauf von „grünen“ Fahrzeugen einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstosses in der Schweiz. Die Auswertung der Neuwagenzulassungen zeigt, dass die freien Importeure den Anteil von Steckerfahrzeugen innert einem Jahr von 5% auf über 20% vervierfachen konnten. Zusammen mit den Hybrid-Fahrzeugen beträgt der Marktanteil der freien Importeure in diesem Bereich damit sagenhafte 46%. (vgl. Grafik) Somit verfügt fast jeder zweite über den freien Handel importierte Neuwagen über einen Alternativ-Antrieb. Im Vergleich dazu stehen die Generalimporteuren mit 13% verkauften Steckerfahrzeuge und zusammen mit den alternativen Antrieben bei einem Marktanteil von 27%. Die Parallelimporteure sind bereits heute in der Lage, einen noch höheren Beitrag zur Reduktion der CO2-Ziele zu erbringen. Dazu fordert der VFAS seit mehreren Jahren eine Anpassung der Regulierung, namentlich die Anpassung der CO2-Verordnung, um die Handelbarkeit von CO2-Emissionen neu während des gesamten Abrechnungsjahres zu ermöglichen. Dies soll insbesondere für Importeure Anreize schaffen, umweltfreundliche Fahrzeuge einzuführen und dadurch die CO2-Zielvorgaben zu unterschreiten, was Preissenkungen bei umweltfreundlichen Fahrzeugen ermöglicht und deren Attraktivität für Konsumenten steigert.

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