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Verband freier Autohandel Schweiz (VFAS) – Einsatz für den unabhängigen und freien KFZ-Handel

Der Verband freier Autohandel Schweiz VFAS wurde 1956 in Zürich gegründet, als Zusammenschluss von unabhängigen Autounternehmern aus der Region Zürich. Der zentrale Verbandszweck gilt seit damals und bis heute unverändert: die Vertretung der Interessen des freien KFZ-Handels in der Schweiz.

Die VFAS-Mitglieder erwirtschaften ihren Umsatz in der Schweiz, die Wertschöpfung der Branche bleibt damit im Landesinnern. Dies sichert Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum. Hierbei erfüllen die Verbandsmitglieder hohe Standards. Als Bedingungen für eine Aufnahme im VFAS müssen verschiedene technische und betriebswirtschaftliche Anforderungen erfüllt werden. Unter anderem ist die Erfüllung der strengen gesetzlichen Richtlinien zur Erteilung von Händlerschildern Bedingung für die Mitgliedschaft beim VFAS.

Mehr unternehmerische Freiheit

Wichtigstes strategisches Ziel des VFAS ist es, im Sinne seiner Mitglieder zu handeln und ihnen die Freiheit eines selbständigen Unternehmers zu gewährleisten oder wieder zu erlangen. Auch die Vertretung ihrer unternehmerischen Interessen und Anliegen bei Politik, Behörden und Wirtschaftsträgern ist dadurch gewährleistet. In jüngerer Vergangenheit wurden mehrere Motionen im Nationalrat eingereicht, die sich für fairere Rahmenbedingungen im Automobilhandel und Gewerbe einsetzen. Der VFAS ist erfreut über die Bemühungen im Sinne einer liberalen Marktwirtschaft und unterstützte die entsprechenden Vorstösse, welche nun ab 2024 umgesetzt werden.

Aufhebung der Industriezölle (Gewichtszoll) per 01.01.2024

Die Motion Reimann forderte den Bundesrat auf, die Zollrichtlinien dahingehend anzupassen, dass der Gewichtszoll bei Neuwagen abzuschaffen sei. Obwohl der Bundesrat sich zuerst dagegen ausgesprochen hatte, stimmte der Nationalrat zu. Im Nachzug hat der Bundesrat eine Vernehmlassung über die Aufhebung aller Industriezölle initiiert. Die Motion Reimann hat massgebend dazu beigetragen, dass die Industriezölle aufgehoben werden. Dies bedeutet für die freien Unternehmer im Autohandel, dass zukünftig der Gewichtszoll NICHT mehr verrechnet und somit eine Marktbehinderung für den freien Handel ab 01.01.2024 beseitigt wird. 

KFZ-Verordnung sorgt für verbindliche Rechtsdurchsetzung für das Autogewerbe per 01.01.2024

Seit Jahren versuchen internationale Autohersteller die freien KFZ-Unternehmer (über 4’000) aus dem Schweizer Markt zu drängen. Mittel hierzu sind etwa verweigerte Garantien und Ersatzteillieferungen. Darunter leidet der freie und unabhängige Wettbewerb, was zu weniger Auswahl und höheren Preisen bei den Konsumenten führt.

Die WEKO hat 2002 deshalb eigens eine KFZ-Bekanntmachung (WEKO Regeln für einen funktionierenden Wettbewerb im Autohandel) verfasst, welche jedoch von den Gerichten nicht, oder nur teilweise umgesetzt wurden. Deshalb ist Nationalrat Gerhard Pfister im Jahr 2018 selber mit einer Motion aktiv geworden. Diese verlangt, dass die KFZ-Bekanntmachung in eine Verordnung fliesst und damit für Gerichte und Behörden verbindlich wird. Nach dem Nationalrat hatte auch der Ständerat der Motion im Frühjahr 2022 einstimmig zugestimmt.

Die Verordnung wird namentlich bei folgenden Verhaltensweisen des Herstellers/Importeurs grundsätzlich eine Verletzung des Kartellgesetzes vorsehen:

Ø  Behinderungen von Importen, etwa durch Erschwernisse bei der Gewährung der Herstellergarantie.

Ø  Vertragshändlern darf der Vertrieb oder die Wartung von Fahrzeugen anderer Marken nicht untersagt werden, ebenso wenig die Eröffnung weiterer Verkaufsstellen.

Ø  Garantiert wird der freie Zugang zu originalen Ersatzteilen und das Recht gleichwertige Originalersatzteile zu verwenden, ohne den Verlust der Garantie zu riskieren.

Ø  Sichergestellt wird der Zugang zu allen Arten von mechanischen und digitalen Tools, die für die Wartung von Fahrzeugen notwendig sind.

Ø  Den Zugang zu Informationen und fachlicher Unterweisung dürfen die Hersteller nicht beschränken.

Ø  Auch Service und Reparaturen an Fahrzeugen mit Werksgarantie durchzuführen durch freie Händler, die Garantie darf nicht entfallen.

Ø  Vertragshändler dürfen mehrere offizielle Marken in einem Betrieb führen.

Ø  Freie Händler haben Anspruch auf einen Servicevertrag, wenn die (für alle gültigen) Kriterien des Herstellers erfüllt werden

   

 

Mit dem Abbau von unnötiger Bürokratie, Marktbehinderungen und Handelshemmnissen werden fairere Rahmenbedingungen geschaffen, die den Garagisten und ihren Kunden zugutekommen – ganz im Sinn des VFAS und seiner Mitglieder.

 

>>> Medienmitteilung <<<

 

 

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