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Autohändler und Garagisten kämpfen gemeinsam gegen Marktdiskriminierungen

Rege Teilnahme an Mitglieder-Herbstversammlung 2018 des Verbands freier Autohandel Schweiz

 

Die mangelhafte Durchsetzung des Kartellgesetzes und der hängige Fall Hyundai waren die zwei zentralen Themen an der Herbstversammlung des VFAS vom 22.11.2018. Die hohe Teilnehmerzahl bewies eindrücklich: Garagisten und Autohändler stehen zusammen im Kampf für faire Rahmenbedingungen und gegen Marktbehinderungen und Diskriminierungen im KFZ-Handel.

 

Der VFAS lud zur Herbstversammlung 2018  ins Hotel Thessoni classic in Regensdorf. VFAS-Geschäftsleiter Stefan Huwyler, der die Versammlung moderierte, konnte hierzu über 80 Teilnehmer begrüssen. Informiert wurde über Wichtiges für den freien Handel und politisch Aktuelles, das den Parallel- und Direktimport von Fahrzeugen direkt beeinflusst. Präsident Roger Kunz informierte die Teilnehmer zu den Verbandsaktivitäten, zu neuen Regulatorien beim Handel mit Neuwagen, Occasionen und amerikanischen Fahrzeugen sowie Informationen zum Werkstattgeschäft. Die anwesenden Mitglieder konnten überdies vom Fachwissen von hochkarätigen Gastreferenten profitieren. 

 

Was passiert mit dem Fall Hyundai?

Als Vertreterinnen des WEKO-Sekretariats präsentierten Dr. Andrea Graber Cardinaux, Vizedirektorin, und Dr. Carla Beuret, Referentin und Dossierverantwortliche Automobil, die aktuellen Rahmenbedingungen im KFZ-Markt aus Sicht der Wettbewerbskommission und stellten sich dabei auch den kritischen Fragen aus den Reihen des VFAS. VFAS-Präsident Roger Kunz gab zu bedenken, dass die Entscheide der WEKO immer ein gesamtwirtschaftliches Präjudiz schaffen. Der VFAS erhoffe sich deshalb eine Klärung der Fragen rund um Garantieverweigerungen bei parallel oder direkt importierten Produkten aller Art (auch Elektronik, Bekleidung etc.). Konsumentinnen und Konsumenten wollen die Wahl haben, bei wem sie ihre Autos reparieren lassen.

 

Bessere Durchsetzung des Kartellgesetzes erforderlich

Kartellrechtsspezialist Professor Patrick Krauskopf von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften gab in seiner gewohnt eloquenten Art einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im freien Autohandel. Eine generelle "Entwarnung" für das Schweizer Garagengewerbe könne er nicht geben, das Marktumfeld sei nach wie vor hart und es gäbe nach wie vor Bestrebungen, den Schweizer Markt aus subtile Weise vom Ausland abzuschotten. Jedoch gebe es Lichtschimmer sowohl auf europäischer Ebene, wo Österreich ein neues Gesetz zum Schutz der Garagisten und Autohändler erlassen hat wie auch auf nationaler Ebene mit der Motion Pfister, die die Festschreibung der KFZ-Bekanntmachung in einer Verordnung verlangt.

 

Das Radio der Zukunft: DAB+

Ernst S. Werder, Inhaber der Weer GmbH in Turgi, Broadcasting-Experte und fundierter Kenner der Autobranche mit jahrzehntelanger Erfahrung informierte über die Umstellung auf Radio DAB+, aufgelockert mit einigen Anekdoten aus der Geschichte des Radios in der Schweiz. In Seinem Fazit empfahl Ernst S. Werder, ausschliesslich nur noch Neuwagen einzukaufen, die mit DAB+ ausgestattet sind.

 

Die anwesenden Mitglieder waren sich beim abschliessenden Abendessen einig, wie wichtig und lohnenswert die Verbandsmitgliedschaft beim VFAS ist: nebst einer aktiven Vertretung der Branche in der Bundespolitik bieten ein Wissensvorsprung und das Networking der Garagisten und Autohändler untereinander einen erheblichen Vorteil.

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