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Informationsanlass mit GV vom 11. April 2019

Rege Teilnahme an Generalversammlung des Verbands freier Autohandel Schweiz

 

Herausforderung aktiv angehen – VFAS setzt politische Ausrufezeichen für den freien Autohandel in der Schweiz

Die mangelhafte Durchsetzung des Kartellgesetzes und die neuen CO2 Werte im kommenden Jahr waren die zwei zentralen Themen an der Generalversammlung des VFAS. Die hohe Teilnehmerzahl bewies eindrücklich: Garagisten und Autohändler stehen zusammen im Kampf für faire Rahmenbedingungen und gegen Marktbehinderungen und Diskriminierungen im KFZ-Handel.

Der VFAS lud zur Generalversammlung 2019  ins Restaurant «die Waid» in Zürich. VFAS-Geschäftsleiter Stefan Huwyler, der die Versammlung moderierte, konnte hierzu über 75 Teilnehmer begrüssen. Informiert wurde über Wichtiges für den freien Handel und politisch Aktuelles, das den Parallel- und Direktimport von Fahrzeugen direkt beeinflusst. Der schweizerische Preisüberwacher Dr. Stefan Meierhans legte seine Sicht zu wettbewerblichen Überlegungen dies- und jenseits des Wettbewerbsrechts dar. Präsident Roger Kunz informierte die Teilnehmer zu den Verbandsaktivitäten, zu neuen Regulatorien beim Handel mit Neuwagen, Occasionen und amerikanischen Fahrzeugen sowie Informationen zum Werkstattgeschäft. Die anwesenden Mitglieder konnten überdies vom Fachwissen von hochkarätigen Gastreferenten profitieren.

Wirksamkeit des Wettbewerbs
Der Eidgenössische Preisüberwacher, Dr. Stefan Meierhans, zeigte in einem spannenden Vortrag die Sympathien für den freien Fahrzeughandel auf und befürwortete den starken Wettbewerb, welcher bei anderen Branchen nicht so zum Tragen komme wie im Automobilgewerbe. Er forderte gleich lange Spiesse für alle Marktteilnehmenden und zeigte seine Sympathien für die Motionen Darbellay und Pfister  auf, welche durch den VFAS initialisiert wurde. Einige Fragen der Teilnehmer konnte der Preisüberwacher nicht direkt beantworten, da er Amtsbedingt keinen direkten Eingriff nehmen kann bei Wettbewerbsbehinderungen. Jedoch zeigte er grosses Verständnis für die Anliegen und versicherte, sich weiterhin in seiner Funktion für faire Wettbewerbsbedingungen einzusetzen.
 

Schwieriges Marktumfeld für den freien Handel
VFAS Präsident Roger Kunz erwähnte die revidierte CO2 Verordnung und zeigte die Einschnitte ab 2020 auf. Des Weiteren verwies er auf die Motion Pfister, welche den effektive Vollzug des Kartellgesetzes beim KFZ-Handel auf Stufe Verordnung regelt und somit die KFZ-Bekanntmachung effektiv vollzogen werden kann. Dies sei nötig, wie dies der aktuelle Fall Hyundai aufzeige. Er zeigte die Anstrengungen auf, welche vom Verband unternommen worden sind in Bezug auf mehrere eingereichten Motionen, welche den Abbau der Bürokratie und weiterer Hemmnisse zur Folge haben.
 

Drei Vorstandsmitglieder wiedergewählt
Die drei zur Wahl stehenden Vorstandmitglieder Orlando Engel, Mario Flückiger und Eric Senn wurden beim Ordentlichen Teil der Generalversammlung in ihrem Amt bestätigt. Die neue Homepage wurde vorgestellt durch den neuen Geschäftsleiter, Stephan Jäggi. Rechtsanwalt und Wettbewerbsrechtsspezialist Dr. Felix Schraner gab viele Wertvolle Tipps, wie man rechtliche Kollisionen im Autohandel vermeiden kann.

Bessere Durchsetzung des Kartellgesetzes erforderlich
Kartellrechtsspezialist Professor Patrick Krauskopf von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften gab in seiner gewohnt eloquenten Art einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im freien Autohandel. Er hob die Wichtigkeit der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) hervor, welche seit 2010 in der EU Gesetzeskraft hat und im Jahre 2023 überarbeitet wird, und sich für die Motion Pfister ausgesprochen. Er forderte von den Teilnehmern eine starke Solidarität innerhalb der Garagen- und Automobilbranche.


Die anwesenden Mitglieder waren sich beim abschliessenden Abendessen einig, wie wichtig und lohnenswert die Verbandsmitgliedschaft beim VFAS ist: nebst einer aktiven Vertretung der Branche in der Bundespolitik bieten ein Wissensvorsprung und das Networking der Garagisten und Autohändler untereinander einen erheblichen Vorteil.

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